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Als Mutter eines 14 jährigen aber auch als Lehrerin an einer Wiener Volksschule sehe ich die Auswirkungen der Coronamaßnahmen jeden Tag. Es macht mich traurig und zugleich wütend, was wir als Gesellschaft unseren Kindern damit antun. Aus unbedarften, fröhlichen, neugierigen Menschenkindern wurde innerhalb kürzester Zeit Kinder, deren Alltag geprägt von Testungen, Maskentragen und Abstandhalten ist. Kinder machen alles bereitwillig mit- schließlich wollen sie ja nicht verantwortlich dafür sein, dass andere wegen ihnen krank werden oder sogar sterben, so wurde es ihnen ja auch von allen Seiten vermittelt. Außerdem bedarf es schon eines ausgeprägten Selbstbewusstseins gegen den Strom zu schwimmen und eine eigene Meinung zu vertreten. Kritisches Denken wird sofort bestraft- auch innerhalb der Klassengemeinschaft. 8jährige Kinder maßregeln sich gegenseitig, wenn der Abstand nicht eingehalten wird oder die Maske vergessen wurde. Was macht es mit Kindern, wenn bei Klassentestungen positive Fälle auftreten, wie muss sich da ein Kind fühlen? Allein der Begriff “Absonderung“ bereitet da Magenschmerzen.

Die unzähligen Lockdowns und Schulschließungen haben nicht nur große Bildungslücken hinterlassen. Es fanden auch keine Klassenfahrten oder Ausflüge statt- alles was Kindern Spaß macht und wichtig für ihre soziale Entwicklung ist, wurde ersatzlos gestrichen und verboten.

Mein Sohn ist- so wie ich auch – aus guten Gründen nicht geimpft und bekommt das schon heftig zu spüren. Spontane Kino-bzw Restaurantbesuche mit Freunden scheiden aus- nicht immer hat man einen gültigen Test bei der Hand.  Öffentliche Befragungen in der Klasse, wer schon geimpft ist oder nicht, stigmatisieren und fördern Ausgrenzung und Anfeindungen. Schnell gilt man als Sonderling und Schwurbler oder Weichei, das hält nicht jeder Jugendliche aus, es macht einsam.

Ich würde mir wieder ein aufeinander Zugehen wünschen, ein miteinander Reden, ich möchte wieder Eltern sehen, die sich schützend vor ihre Kinder stellen und nicht die eigenen Ängste projizieren. Ich wünsche mir Lehrer, die gegen Mobbing und Ausgrenzung auftreten und nicht wegschauen und Erwachsene, die in Kindern keine Gefährder sehen.

Brief einer besorgten Mutter und Lehrerin

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Maria Huber kontakt@diebasis-partei.at

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