Gedanken zum Thema Schule und Lehrerausbildung

Um das angehende Lehrpersonal fachgemäß zu unterrichten und auszubilden, benötigt es Professoren mit Praxiserfahrung aus dem entsprechenden Schulbereich – keine Titelprofessoren von anderen Fachbereichen (z.B. Matheprofessoren von der TU sollten nicht an der Pädagogischen Hochschule für Volksschullehrer arbeiten ohne je mit dieser Altersgruppe konfrontiert worden zu sein).
Die Studenten sollten mehr zum Selbststudium anhand von Literatur angehalten werden – vor allem Grundlegendes muss nicht gelehrt werden, sondern sollte sich selbst angeeignet werden (z.B. einen Lehrplan muss ich nicht lehren, sondern kann ich mir selbst alleine aneignen).

Bei der Ausbildung der Lehrer sollte auch darauf geachtet werden, dass zukünftige Lehrer neben der qualitativ guten Allgemeinausbildung und Fachbildung auch in sozialer und emotionaler Kompetenz geschult werden.

Um der Entwicklung des Kindes entgegen zu kommen, sollte die freie Entscheidungsmöglichkeit, ab wann ein Kind in die Schule gehen soll (z.B. im Alter von 4-7 Jahren) eingeführt werden.

Es gilt anzudenken, ob man die Schulpflicht nicht auf eventuell 10 Jahre erhöhen soll.

Eine maximale Klassengröße von 20 Schülern mit zwei Lehrkörpern sollte unser Ziel sein.

Eine Einführung des Mentoringsystems wäre ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung: gute Schüler unterstützen schwächere Schüler. Das kommt allen Beteiligten zugute und fördert die Gemeinschaft.
Mehrstufenklassen tragen auch erheblich zur Reifung bei.

Fächerübergreifendes Lernen ermöglicht den Kindern über den Tellerrand hinaus zu schauen, Verbindungen zu knüpfen und geistig flexibel zu sein.

Keine nationalen und internationalen Testungen wie PISA!

Lernen aus Fehlern möglich machen und fördern.  Scheitern ist nicht endgültig, sondern eine Chance!

Ziele, Interessen und Begabungen zulassen und fördern – den Forschertrieb  und Kreativität

fördern!

Ein Lehrer soll sich als Lernbegleiter sehen – nicht als Vortragender.

Verstärktes Lernen in und an der Natur!

Praxisorientiertes Lernen für die Mittelstufe zwischen dem 13ten und 15ten Lebensjahr.

Verantwortung übernehmen für sich und andere anhand von außerschulischen Herausforderungen – sei es in Einrichtungen oder auch sportlicher Natur oder im Ausland.

Musik, Kunst und Sport als fixer und ausgebauter Bestandteil der Schule – z.B. in Form von Modulen in einer Ganztagsschule (Orchester, Chor, bildnerischer Kunstunterricht, Sportneigungsgruppen, Theatergruppen, …)

Orientierung an aktueller Forschung (Neurologie, Psychologie, Anthropologie…) und Reformpädagogik.

Es ist auch anzudenken, ob man von den Noten weg geht und Kompetenzraster anlegt.

Es sollte eine stärkere Zusammenarbeit mit den Sozial- und Jugendämtern stattfinden und verstärkt Beratungslehrer eingesetzt werden.

Wenn der Lehrberuf gesellschaftlich und finanziell attraktiver wird, würde dieser Beruf auch für Männer, vor allem an den Volkschulen, interessanter werden.
Das kann auch mit 40 Wochenstunden Anwesenheit in der Schule verbunden sein. Damit wäre auch mehr Teamteaching möglich.
Auf Grund der steigenden Anforderungen an das Lehrpersonal wären verpflichtende Supervisionen für dieses anzudenken.

Die Integration von Kindern mit anderer Muttersprache ist wichtig. Es wäre sinnvoll maximal ¼ an fremdsprachigen Kindern pro Klasse zu haben. Damit ist allerdings ein vollkommenes Umdenken der Wohnsituation in den Städten verknüpft. Es darf keine Gettos und Ausländerbezirke geben, wo von 20 Schülern alle fremder Muttersprache sind. Daraus folgt eine neue Möglichkeit, Fremdenfeindlichkeit zu bekämpfen und Minderheitsgruppen zu integrieren.